Mittwoch, 1. Juni 2011

Handy-Panik die 6420ste

Einmal mehr wabert die Meldung "Handys könnten Krebs erzeugen" durch die Medien – da hatte man doch das Thema endlich für erledigt gehalten. Das die WHO, die schon bisher ohne jeden Beleg vor Handies warnte, jetzt sofort die Panik schwingt, ist jetzt nicht wirklich erstaunlich. Aber was ist nun eigentlich los?

Eine zur Abwechslung einmal mit einer umfangreichen Teilnehmerzahl arbeitende Studie, genannt "INTERPHONE" hat die Telefonier-Gewohnheiten von jeweils rund 6000 Personen mit und ohne eine bestimmte Art eines Hirntumors erfragt. Herausgekommen ist, dass es unter denen mit dem Tumor etwas mehr Handy-Dauerquasler gibt – oder sich etwas mehr als solche bezeichnen; einige sagten über sich, 12 Stunden pro Tag am Handy zu quaseln. Bei dieser Zahl wurden dann sogar die Macher der Studie misstrauisch.

Erfragt wurde dabei die Handy-Nutzung (und nur diese!) über die letzten 10 Jahre. Dumm halt, dass ein solcher Tumor normalerweise 15 Jahre zum Entstehen braucht. Noch dümmer allerdings, dass der eigentlich nur durch eine starke ionisierende Strahlung entsteht – was so ganz und gar nicht zu dem Feld eines Handies passt; wohl aber zu einem Verhaltensmuster, dass wohl mit Handy-Nutzung gerne mal einher geht: (zu) viel Sonne. Schon unvermeidlich ist sowas wie die Sendeleistung des Handies (die durchaus um den Faktor 100 schwanken kann) nicht erfasst. Ob wenigstens zwischen "Handy am Ohr" und "SMS schreiben" unterschieden wurde, hoffe ich mal.

Bezeichnend übrigens, dass die Macher der Studie aus ihr *kein* erhöhtes Risiko ableiten! Diverse nationale und internationale Organisationen auch nicht. Nur die WHO, die schon…

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