Dienstag, 22. März 2011

E10 - oder: Wenn Unwissenheit besser wäre…

Nun haben wir also nun den Biosprit mit Ethanol-Anteil. Genauso wie ihn die USA, Brasilien, China, Frankreich und diverse weitere Staaten haben. Das heißt, eigentlich haben wir schon seit einigen Jahren.

Doch auf einmal ist alles anders, denn weil jetzt der Ethanol-Anteil von 5 auf 10% erhöht wurde, gehen auf einmal davon unsere Autos kaputt – beziehungsweise eben nicht, weil "wir" das Zeug ja nicht tanken. Ist ja auch logisch, ein aus Brasilien importiertes Auto verträgt in Deutschland keine 10% Ethanol, welche (leider teilweise) aus Brasilien importiert werden. In Brasilien verträgt das gleiche Auto dann 85% mit Herstellerbescheinigung und Millionen von Einzelerfahrungen. Alles ganz logisch, nicht? Hier ist schließlich Deutschland; hier ist alles anders – darum funktioniert hier ja auch im Gegensatz zu Dutzenden anderer Staaten kein Mindestlohn; oder so…

Doch warum vertragen unsere Autos kein E10? Genau: Weil "wir" ihnen das gesagt haben! Ja, Autos sind da wie Menschen – wenn man ihnen sagt, dass sie etwas krank macht, dann passiert das auch. Auch ganz logisch, nicht? Wenn man den brasilianischen Autos sagt, dass sie vom Ethanol alle sterben, sind die sicher auch binnen Tagen total kaputt. Achso, das ist dort ja nicht so schlimm, schließlich können sich die Brasilianer ja sofort ein neues Auto kaufen; DAS ist ja nur für die armen hungernden Deutschen ein Problem! Und sagt den Autos bloß nicht, dass in dem bisherigen Benzin auch Ethanol drin ist (zu 5%) und im Diesel auch sowas ähnliches (zu 7%).

Noch viel schlimmer ist ja der Mehrverbrauch! Wenn da jetzt "E10" statt "E5" an der Säule steht, hat das ganze ja schon einen Mehrverbrauch von 20%. Wie ist der dann erst, wenn da wirklich E10 raus kommt? Am Ende verbrauchen wir mehr Rohöl als vorher; das Ethanol hat ja schließlich einen negativen Brennwert!

Dabei wäre die Sache doch ganz einfach: Die Hersteller geben einfach eine "rechtsverbindliche Unbedenklichkeitsbescheinigung" ab. Dann muss der Hersteller einfach "uns" einen neuen Motor schenken, wenn etwas kaputt geht. Und weil natürlich jede irgendwie geartete Nachweispflicht für "uns" unzumutbar ist, muss er den Motor natürlich auch ersetzen, wenn wir diesen mutwillig durch irgendeine andere Substanz zerstören. Diesel-Kraftstoff soll da ganz gut wirken und für die Leitungen ist Salzsäure immer eine Idee wert. Endlich ein fabrikneuer Motor für alle VW Golf 1! Zahlt natürlich der Piëch aus seinem Privatvermögen.

Damals beim verbleiten Benzin war das doch genauso! Deswegen gibt es ja heute auch keine Autos mehr von vor 1985, obwohl die viel besser waren – vor allem viel sicherer und sparsamer – als die von heute!

…wer Ironie findet, darf sie behalten. Und sich fragen, ob es bei einer Bevölkerung, die bei jeder Gelegenheit hysterisch reagiert, nicht "Maul halten und machen" manchmal die besseren Ergebnisse liefert…

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