Sonntag, 13. Februar 2011

US-Automarkt, jetzt auch Alternatives

Nachdem ich mir ja vor einiger Zeit die Benziner der deutschen Hersteller angesehen hatte, habe ich meine Ausarbeitung jetzt einmal um Fahrzeuge mit Hybrid- oder Diesel-Antrieb erweitert. Das ganze gibt natürlich eine deutliche Verschiebung der Bestwerte nach oben. Die Summe dieser steigt so von 224 auf 262 mpg.

Die Verbesserung verteilt sich da alles andere als gleichmäßig. Bei allen SUV-Klassen wie auch bei den großen Limousinen bleibt der beste Benziner auch insgesamt eines der sparsamsten Modelle. Hier und da fallen sogar Fahrzeuge mit Diesel (etwa der Mercedes-Benz GL) oder Hybrid (etwa der Lexus LS) immer noch durch einen der schlechtesten Verbrauchswerte auf. Ein kleinerer Motor macht hier mehr als effizientere Technik.

In der Mittelklasse gibt es erstmals eine deutliche Verschiebung: Während der beste Benziner bei 29,5 mpg liegt, gibt es ein regelrechtes Heer an Hybriden in dieser Klasse (Ford, Lincoln, Toyota, Lexus, neuerdings Hyundai und bald auch noch Kia). Dazu kommt ein Diesel bei BMW. Hier steigt also nicht nur der Bestwert auf 38,5 mpg, sondern man kann praktisch jedes nur als Benziner erhältliche Fahrzeug als "Säufer" bezeichnen – man liegt selten daneben.

In der Kompaktklasse wiederholt sich dieses Spielchen noch viel deutlicher. Hybride von Toyota, Lexus und Honda sowie Diesel von VW und Audi pulverisieren den bisherigen Bestwert von 31 mpg regelrecht – alle 5 liegen bei mindestens 36 mpg; der Prius macht mit 49,5 die Spitze.

Bei den Kleinwagen gibt es nur einen einzigen Wagen, der sich verschiebt, aber der richtig: Honda hat nämlich den mit 30 mpg versoffensten Benziner (den Jazz) und den mit 37 mpg sparsamsten Hybrid (den CR-Z) in dieser Klasse. Das ganze hat jetzt als Nebenwirkung, dass die Fahrzeuge mit 31 mpg gleich zu viert zusammen den letzten Platz machen – bei nur sieben Fahrzeugen insgesamt wird die Wahl für einen am Verbrauch interessierten Kunden da schnell sehr einsam…

Die Hackordnung der einzelnen Hersteller verschiebt sich hiermit recht deutlich. Die goldene Ananas geht jetzt an Acura, wo man zuverlässig einen der schlechtesten Verbrauchswerte bekommt. Auch für Cadillac wäre "wir garantieren den höchsten Verbrauch" vielleicht ein neues Geschäftsmodell. Mercedes-Benz rettet immerhin zwei Modelle ins Mittelfeld und schafft mit der E-Klasse sogar einen zweiten Platz. Selbige ist übrigens das neuste der in der Liste enthaltenen Mercedes-Benz-Modelle.

Die Bestwerte haben ihren Schwerpunkt bei Toyota, Lexus und Honda. Von den jeweils zwei besten Fahrzeugen einer Klasse finden sich sieben hier.

Ansonsten sind Tops und Flops quer über die Hersteller verteilt. Wie nah Freud und Leid nebeneinander liegen, sieht man etwa bei Lincoln: Der MKZ ist das sparsamste Mittelklasse-Auto; der MKS eine der versoffensten Full-Size-Kisten.

Zwei Hersteller habe ich neu in die Betrachtung aufgenommen: Nissan, die einen mit chronischer Durchschnittlichkeit beglücken und Volvo, die "gerade so nicht letzter" für sich reserviert haben.

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