Montag, 24. Januar 2011

Digitaler Radioempfang? Guter Witz!

Im Zuge der ganzen Debatte um die "analoge Abschaltung" wird ja auch immer wieder darüber diskutiert, das UKW-Radio umzustellen. Dieser Termin war zunächst 2010 vorgesehen, dann 2012 und inzwischen 2015 – man ahnt: er wandert gerne mal nach hinten. Inzwischen glaubt auch niemand mehr daran, dass es 2015 klappen wird.

Gründe gibt es hierfür vor allem zwei. Zum einen hat man sich noch immer (!) nicht wirklich auf einen Standard geeinigt; zum anderen gibt es ein grundlegendes Problem, welches eigentlich einen mehr oder weniger dauerhaften Parallel-Betrieb erfordert.

Ein Haushalt hat normalerweise 1-3 Fernseher, diese stehen immer an der gleichen Stelle und haben eine SCART-Buchse, an die man eine Set-Top-Box anschließen kann. Damit sind die Vorbedingungen für DVB-T relativ einfach gewesen. Zudem benutzte den analogen Empfang dort sowieso kaum noch jemand. Die Bedingungen waren also recht einfach, weshalb ein paar tolle Scheibtischtäter offenbar dachten, dass man dies doch recht einfach auf den Radio-Bereich übertragen könnte.

Beim Radio sind jedoch alle drei Bedingungen grundlegend anders.
  • Wenn ich nur einmal die Radios zähle, die sich bei mir und meiner Mutter herumtreiben, komme ich auf deren neun. Bin ich einmal extrem optimistisch (aus Sicht der umstellfreudigen) und setze nur eine Zahl von 3 Geräten pro Nase als Durchschnitt an, sind wir bei etwa 250 Millionen Radios.
  • Davon befinden sich etwas über 40 Millionen in Autos verbaut und Autos haben die dumme Angewohnheit, sich zu bewegen - selbiges führt zum einen dazu, dass entweder die Autoradios oder die Radiosender bis zu einer kompletten Umstellung beide Formen senden müssen. Zudem kommen auf diesem Wege natürlich noch die Autos hinzu, die zwar nicht in Deutschland zu hause sind, aber mal im Urlaub hier vorbeirollen. Macht weitere ~200 Millionen.
  • Kaum ein Radio ist konstruktiv daraus ausgelegt, einen vorgeschalteten Tuner zu bekommen, all die historischen Geräte (bei mir steht zum Beispiel eine Musiktruhe von 1956) wären dann also reif für den Müll. Und in nicht wenigen modernen Autos ist das Radio so tief integriert, dass man hier nichts austauschen kann - dann ist gleich das ganze Auto reif für den Müll. Einzig HiFi-Receiver haben Glück, denn diese können eine externe Quelle durchschleifen.
Oder um es etwas deutlicher zu sagen: Kinnas, einigt euch auf einen gemeinsamen Standard (und zwar WELTWEIT, inklusive jeder Bananenrepublik!), danach sorgt ihr dafür, dass jedes Radio der Welt diesen Standard verstehen können muss. Und wenn die zweite Stufe erfüllt ist, warten wir mal so um die 50 Jahre, um dann einmal darüber nachzudenken, ob man *vielleicht* die analogen Sender abschaltet.

Montag, 10. Januar 2011

Meine Arbeitsecke

Aufgrund von Anfragen mal zwei Bilder von meiner Arbeitsecke. Nein, so aufgeräumt sieht es nicht nur für die Fotos aus; das Chaos ist stattdessen auf dem PC :)


Donnerstag, 6. Januar 2011

LED-Lampen ganz konkret

Bei einem früheren Beitrag hatte ich noch geschrieben, dass man nach brauchbaren LED-Lampen irgendwo bei eBay suchen muss, während das Zeug im Baumarkt nichts taugt. Dies scheint sich schon wieder geändert zu haben, so dass ich hier mit einigen konkreten Beispielen dienen möchte.

Der erste Name, der einen bei den LEDs über den Weg läuft, ist "Bioledex". Dieser Hersteller hat eine ganze Reihe von LED-Lampen, die einen Wirkungsgrad von 75-80 lm/W haben. Damit sind sie eine Stufe besser als die mal wieder ob ihres Quecksilbers bemeckerten Kompaktleuchtstofflampen. Konkret: 3,5W als Ersatz für 25W Glühobst, 5W für 40W und 8W für 60W. Außerdem gibt es ein 13W-Modell, dass ich als entsprechend einer 75W-Glühlampe einordnen würde. Die Preise sind teilweise aber schon knackig mit über 30€. Ein Problem einiger Bioledex-Lampen ist die Haltbarkeit der Elektronik - offenbar werden die Lampen dann aber ersetzt. Ob da alle oder nur einige Typen betroffen sind, wüsste ich auch gerne.

Die Parathom-Serie von Osram hatte ich ja schon einmal versucht zu bearbeiten, was mir offenbar nicht so ganz gelungen ist. Die Lampen werden mit einem ähnlichen Wirkungsgrad wie Sparlampen (also um die 60 lm/W) beworben, was die Kommentare zu den entsprechenden Modellen bei Amazon bestätigen. Inzwischen gibt es die einst sauteuren Lampen auch für 20€ als 8W-Version. Selbige scheint definitiv eine Empfehlung wert zu sein.

Wer es noch besser haben will und nicht weiß, wohin mit seinem Geld, für den gibt es eine sehr ähnliche Serie von Philips, genannt "Master LEDbulb". Die Lampen sollen eine noch etwas schönere Lichtfarbe haben– dafür ist alles unter 40€ hier ein Schnäppchen…

Allgemein gibt es inzwischen also ab etwa 20€ eine ganze Reihe brauchbarer LED-Lampen, bei denen es dann auch nachvollziehbare Herstellerangaben gibt. Die absoluten Wunderlampen mit weit über 100lm/W gibt es so noch nicht, aber man kann zumindest den Wirkungsgrad einer Kompaktleuchtstofflampe erreichen oder sogar übertreffen. Insofern ist wohl zumindest die Zeit gekommen, das ganze einmal auszuprobieren. Sehr positiv ist festzustellen, dass sich die Lampen abgesehen von einem Kühlkörper sehr stark an der Form klassischer Glühlampen orientieren – keine langen Röhren, komischen Wendel oder XXL-Glaskolben mehr.