Donnerstag, 24. Juni 2010

Canon EOS 1000D und das Rauschen

Für Fotos habe ich - nachdem Kompaktkameras ob ihres Rauschverhaltens inzwischen ja überhaupt nicht mehr zu gebrauchen sind - seit einigen Jahren eine Canon EOS 1000D im Einsatz. Mit der Kamera bin ich insgesamt trotz ihrer Einfachheit sehr zufrieden, zumal ich das Glück hatte, noch eine Version mit dem stabilisierten Kit-Objektiv zu bekommen, welches wohl auch besser verarbeitet sein soll.

Wie es aber immer so ist, steigen die Ansprüche - vor allem jene an das Rauschverhalten. War ich nach dem Wechsel von einer Kompaktkamera auf die 1000D noch von der scheinbaren Rauschfreiheit der Bilder begeistert, stelle ich inzwischen fest "das ist aber verrauscht". Das Rauschverhalten der Kamera gilt auch für eine Spiegelreflexkamera nicht gerade als mustergültig; der ISO 1600-Modus ist schlicht unbenutzbar. Zum Vergleich sind heutige Kameras mindestens zu ISO 6400, viele sogar zu 5-stelligen ISO-Werten in der Lage.

Die naheliegendste Lösung ist hierbei, den ISO-Modus fest einzustellen und zwar gleich auf ISO 100. In den wenigen Fällen, wo dies nicht ausreicht, wird eben manuell hochgedreht. Dies führt zum einen dazu, dass eine Variable bei den Einstellungen für das Foto wegfällt und zum anderen erspart es einem Frust durch verrauschte Fotos. Leider reicht aber auch das nicht immer; insbesondere bei roten Motiven rauscht die Kamera selbst auf ISO 100 noch. Dafür kann man entweder einen wahnsinnig komplizierten Filter bauen, oder einen einfachen Trick anwenden: Das Foto wird zunächst bewusst um eine Stufe überbelichtet und als RAW-Datei nachher um diese Stufe wieder abgedunkelt. Hierdurch reduziert sich nach meiner Erfahrung das Rauschen etwas. Da die Kamera sowieso zu etwas zu dunklen Bildern tendiert muss man ansonsten eher oft aufhellen, was ein vorhandenes Rauschen erst richtig verstärkt.

Ansonsten bin ich mit der Kamera übrigens sehr zufrieden; Dinge wie Videoaufzeichnung oder mehr Autofokus-Punkte fallen da eher unter "interessant, aber deswegen die Kamera wegwerfen muss nun auch nicht". Überhaupt kein Problem ist die Auflösung von "nur" rund 10 Megapixeln - bei bezahlbaren Objektiven muss an teilweise selbst diese noch reduzieren, um Schwächen des Objektivs zu kaschieren!

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