Samstag, 29. August 2009

Persönlicher Umweltschutz

Ich möchte an dieser Stelle einmal meine ganz persönliche Umweltbilanz niederschreiben.

Stromverbrauch

Den Stromverbrauch zu optimieren ist schon seit einigen Jahren eines meiner Haupt-Anliegen, entsprechend sind hier in der jüngsten Zeit keine Wunder entstanden, wohl aber ein imho tragfähiges Gesamtergebnis. Mein Stromverbrauch liegt derzeit bei etwa 1400 kWh pro Jahr, wobei der hier verwendete PC wann immer ich da bin (und leider auch, wenn ich mal kurz nicht da bin; hier könnte man noch was verbessern) immer läuft. Am Rest lässt sich nur wenig verbessern; insgesamt schätze ich etwa ein Potential von 100 kWh pro Jahr, welches sich durch die Modernisierung von inzwischen nicht mehr ganz aktuellen Geräten (dies ist insbesondere ein Radio und das Netzteil im PC) erreichen ließe. Mit Blick auf die Gesamtumweltbilanz (die Geräte funktionieren ja noch einwandfrei) wären Maßnahmen hier wenig angebracht.

Ansonsten findet man wohl wenig: Kühlgeräte sind A+, daneben werkelt ein Induktionsherd. Der PC ist auf besonders geringen Stromverbrauch bei einer dennoch für meine Anwendungszwecke (Fotobearbeitung, Rollenspiele) geeigneten Leistung ausgelegt. Die Beleuchtung erledigen praktisch durchweg ESLs (ok, im Wohnzimmer hängt noch [selten benutztes] Halogen und bei den vorhandenen Lampen hab ich noch nicht auf den Quecksilber-Gehalt geachtet), Standby gibt's praktisch nirgends (außer bei oben genanntem Radio) und ebenso wird auf sinnlose Geräte verzichtet.

Geplant ist dagegen in der nächsten zeit eine Umstellung auf Ökostrom - und zwar echten solchen, keinen über schwedische Wasserkraftwerke schöngefärbten Kohlestrom.

Konsum

Wie oben schon zu erkennen, findet bei mir auch die Gesamtenergiebilanz eine Beachtung in der Effizienzberechnung. Selbige ziehe ich dabei schlicht aus dem Kaufpreis. Diese Lösung ist nicht 100%ig korrekt, kommt aber tendenziell eher auf zu hohe als zu niedrige Werte. Im Ergebnis heißt das, dass neue Geräte idr. nur beschafft werden, wenn Kaufpreis und Stromverbrauch über die Lebensdauer zusammen geringer sind als der Stromverbrauch des alten Gerätes alleine. Zudem muss der geschätzte Lebenslauf des alten Gerätes entweder schon rum sein oder eben dieses schlicht nicht mehr funktionieren (sei es wegen Defekt oder sei es wegen gestiegenen Anforderungen).

Bei sonstigen Anschaffungen kann sich da durchaus noch einiges Verbesserungspotential finden, aber irgendwelche Hobbies muss man ja auch haben :)

Wasser

Der Wasserverbrauch wird durch Wassersparer niedrig gehalten; weiteres Potential gibt es in diesem Bereich wohl nur noch, wenn ich mich statt zu duschen nur abstauben würde - also keine Option hier. Eine Brauchwasser-Verwertung ist in einem Mehrfamilienhaus ja eher nicht umsetzbar.

Verkehr

Beim Verkehr ist meine Umweltbilanz wohl sehr eindeutig. Ein Auto nutze ich nicht, da ich für ein solches bisher schlicht keinen Bedarf sehe, keine Ahnung ob sich das irgendwann ändert, aber dann kann man ja immer noch drüber nachdenken. Wenn's dann doch mal nötig ist: Meine Mutter ist sowieso viel zu oft hier in der Stadt, da kann man dann auch was erledigen. Seit einigen Wochen dient für längere Wege (ja, das Umland der Stadt zu erkunden, ist durchaus auch mal interessant ;) mein wieder "ausgegrabenes" Fahrrad - insofern ganz interessant, als dass der Fahrradtacho auch mal verrät, wie lang die Wege eigentlich so sind. In ungefähr 6 Wochen (also seit Mitte Juli) sind bisher 81km zusammengekommen - also 2km am Tag. Die kürzeren Wege bleiben aber zu Fuß, weil es sich beispielsweise nicht lohnt, für die 200m zum Einkaufen das Fahrrad zu bemühen (hier wird auch die Sinnlosigkeit eines Autos deutlich!).

Heizung

Das Haus hier ist von 1987 und die Eigentümergemeinschaft leider nicht besonders investitionsfreudig, ansonsten ließe sich sicherlich noch einiges erreichen. In dem Bereich, wo ich etwas tun kann, versuche ich dies auch - allerdings mag ich es halt auch nicht, wenn drinnen im Winter 15°C sind ;)

Ernährung

In diesem Bereich achte ich bisher ganz subjektiv betrachtet eher zu wenig auf die Umwelt. Bio-Produkte sind mir schlicht deutlich zu teuer. Ansonsten futtere ich eigentlich zu viel Fertigessen, versuche dies jetzt aber systematisch zu verringern. Mal sehen, ob danach nicht sogar Geld für "Bio" übrig ist. Fleisch gibt's eher wenig, ich komme da auf etwa 50g pro Tag im Schnitt.

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