Samstag, 29. August 2009

Gedanken zu Gesetzesänderungen im Bereich Kompaktleuchtstofflampen

Der Quecksilber-Gehalt von Kompaktleuchtstofflampen (ESLs) ist derzeit ja eines der ganz großen Sommerlochthemen. Etwas Nachholbedarf und vor allem -Potential gibt es in diesem Bereich ohne Zweifel.

Der Quecksilbergehalt

Technisch ist heute ein Quecksilbergehalt von weniger als 2mg möglich und bei den großen Herstellern auch umgesetzt. Hier wäre es mehr als Hilfreich, die Grenzwerte zügig entsprechend zu verschärfen. Anzumerken ist, dass der bisherige Grenzwert lediglich eine Ausnahme der RoHS-Regelung ist, welche die Verwendung von Quecksilber eigentlich völlig untersagt.

Ein etwas seltenerer Ansatz ist eine Quecksilber-Legierung (Amalgam), die den Zweck offenbar genauso erfüllt. Hier besteht dann zwar noch ein Risiko bei der Herstellung, jedoch keines mehr bei Nutzung und Entsorgung.

Rücknahmesystem

Die Rücknahme ist definitiv verbesserungswürdig. Bei Batterien funktioniert eine Rücknahmepflicht für die Händler auch; warum sollte dies bei ESLs ein Problem darstellen? Das ständige Gejammere, dass man dann ja weniger Gewinn macht, kann ich jedenfalls nur mit einem Wort beantworten: PECH.

Kennzeichnung

Eine regelrechte Plage ist in den letzten Jahren die Kennzeichnung von Leuchtmitteln geworden. Die einzige Angabe, die die Hersteller sehr gerne und sehr deutlich rausrücken, ist die Lebensdauer - kein Wunder, ist diese doch durchweg deutlich länger als bei einer Glühlampe. IMHO sollten hier aber eine ganze Reihe weiterer Angaben vorgeschrieben werden: Der Lichtstrom (die Lumen), die Stromaufnahme, der Farbwiedergabeindex und den Quecksilbergehalt.

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