Samstag, 9. Mai 2009

PC-Aufrüstung

In Zeiten, in denen das Geld knapp ist (also bei vielen immer ;) lohnt es sich, einen alten PC nicht einfach wegzuwerfen, sondern ihn eher in Teilen aufzurüsten. Dabei sollte man jedoch einiges beachten, um nicht einerseits Flaschenhälse zu züchten oder andererseits Updates vorzunehmen, die nichts bringen. Darum hier einmal ein paar Tipps:

CPU: Den Prozessor ohne Wechsel des Mainboards auszutauschen, lohnt sich fast nie, da der Leistungszuwachs viel zu gering ist. Allgemein sollte die neue CPU mindestens doppelt so schnell sein, damit man _überhaupt_ einen Unterschied bemerkt - zu Zeiten, als diese Weiterentwicklung alleine über den Prozessortakt erfolgte, war eine solche Einordnung noch halbwegs einfach machbar; heute wird es komplizierter. Eine grobe Richtlinie: ist die CPU (egal wie billig) noch im Handel, lohnt es nicht.

Mainboard: Das Mainboard wird grundsätzlich (!) nur getauscht, wenn es defekt ist oder die CPU ein neues solches erfordert.

RAM: Nahezu jeder nicht superneue PC wird durch mehr RAM schneller, dieses Update lohnt also eigentlich immer. Grenze sind hierbei 4GB, aber das dürfte bei älteren Systemen eh eher durch die verfügbaren Speichermodule begrenzt.

Festplatte: Hier neigen Aufrüster stets dazu, Flaschenhälse zu züchten. Festplatten werden nicht nur größer, sondern auch schneller - aus diesen grund (zudem auch aus Platz-, Lärm- und Stromverbrauchsgründen) ist es nicht sinnvoll, den PC mit dutzenden kleiner und uralter Festplatten zu füllen. Insofern rate ich dazu, nicht mehr als zwei Festplatten im Rechner zu haben - ist die zweite voll, wird die ältere Platte durch ein größeres Modell ersetzt.

Grafikkarte: Derzeit sind Grafikkarten die Komponenten mit den kürzesten Produktzyklen, hier verdoppelt sich die reale Leistung nahezu jährlich. Entsprechend rentiert sich hier auch eine Aufrüstung weitaus eher, als beim Prozessor - es kann jedoch (in beiden Richtungen) irgendwann zu einem Sättigungseffekt kommen, dass die eine Komponente mit der anderen nicht mehr mithalten kann. Wann dies der Fall ist, muss man im Einzelfall abschätzen.

Netzteil: Auch die Dinger entwickeln sich weiter! Offensichtlich sind Verbesserungen bei Geräuschpegel und Wirkungsgrad, allerdings ändert sich, wie ich bereits in einem früheren Beitrag schrieb, noch mehr. Der 12V-Anteil wird immer wichtiger und die Anschlüsse immer vielfältiger. Spätestens, wenn man irgendwelche Adapter braucht, sollte man sich daher auch einmal über ein neues Netzteil Gedanken machen - und bitte nicht glauben, dass man mehr Leistung braucht; das Gegenteil ist der Fall: Wo ein 500W-Netzteil von vor 5 Jahren an seiner Grenze läuft, hat ein modernes 300W-Netzteil oftmals keine Probleme.