Freitag, 31. Oktober 2008

Wenn Geschichte im Weg steht

Heute ging in der deutschen Hauptstadt ein Stück Geschichte zu Ende. Der älteste Flughafen der Welt wurde geschlossen. Soweit traurig genug, doch die Vorstellungen über die Nachnutzung sind viel viel trauriger. Den 1923 eröffneten Flughafen, dem Berlin zu verdanken hat, dass es heute noch existiert (man denke an die Luftbrücke) als Luftfahrt-Museum zu erhalten, wäre wohl zu viel gewesen. Nein, man möchte doch wirklich die legendäre kreisförmige Startbahn, auf der heute letztmals einer der Rosinenbomber (Bild unter CC-BY-SA) startete, abreißen und die Fläche "nachnutzen" - was immer dies bedeutet. Vielleicht ein Parkplatz? Oder einfach ein riesiges Einkaufszentrum? Oder doch ein Wohngebiet? Na Hauptsache nichts, was an die 85-jährige Geschichte erinnert...

Irgendwie erinnert mich das ganze fatal an "Berlin Hauptbahnhof" - anfangs stand der traditionelle Name "Lehrter Bahnhof" noch drunter, inzwischen ist er ganz weg. Ich hoffe, dass wenigstens das Tempelhof-Gebäude mehr Glück hat.

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