Samstag, 8. März 2008

Die Presse und das Urheberrecht

Dass die Presse doch gerne mal der Musikindustrie zujubelt, wenn diese mal wieder die bösen Raubkopierer verteufelt, ist nichts neues. Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch, wie diese Zunft selbst mit dem Urheberrecht umgeht. Irgendwo Wikipedia-Artikel meist auch nur ohne eine Herkunftsangabe (von den durch die GFDL erforderlichen Links wollen wir gar nicht reden) zu benutzen, ist hier schon fast normal. Auch Bilder (für die das Zitatrecht wirklich nicht mehr gilt), werden dort reihenweise verwendet. Die Liste der Weiternutzungsmängel, wie das ganze bei Wikipedia heißt, ist ein regelrechtes Who-Is-Who der Medienlandschaft: Ob NZZ, AOL, arte, Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), ProSieben, last.fm, Süddeutsche Zeitung (das sind die mit dem Ladenschluss in den Foren), ARD, eBay, SWR, ORF, Die Welt, Chip, Bild oder jüngst Der Standard - es gibt eigentlich niemanden, der sich hier an die Lizenz hält. Aber auch andere Berichte über von privaten Websites geklauten Bildern und Texten durch die Presse sind keine Einzelfälle.

Da fragt man sich doch: Sollte ein Urheberrecht, dass sowieso niemand beachtet, nicht vielleicht mal geändert werden?

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