Dienstag, 5. Februar 2008

Richtungsstreit in Wikipedia

Eine Diskussion gestern im IRC zeigte recht deutlich, dass es in Wikipedia zur allseits beliebten Frage der "Relevanz" zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze gibt. Die derzeitigen Relevanzkriterien orientieren sich in den meisten Bereichen an einer irgendwie messbaren Leistung des betreffenden Objektes. Hieraus ist inzwischen eine nicht eben kurze Liste an Kriterien gewachsen, die ständig durch weitere Kriterien ergänzt wird, weil in dem einen oder anderen Bereich zu viele oder zu wenige Artikel gelöscht werden.

Ein komplett anderer Ansatz ist es, die Relevanz über die Existenz und den Umfang eines Außensicht zu diesem Thema zu definieren. So wäre ein Thema - völlig egal, worum es geht - relevant, wenn in hinreichender Weise hierzu Material (Literatur, wissenschaftliceh Abhandlungen, Medienberichte) existiert. In diesem Moment würde jede Wertung der Leistung aus Wikipedia selbst verschwinden - ob es um Paris Hilton (bekanntlich ohne jede Leistung) oder um einen Wissenschaftler geht, ist dann unwichtig: es zählt nur, ob brauchbare Quellen über das Thema etwas geschrieben haben.

Für eine Übergangszeit sollte die neue Regelung dann _zusätzlich_ greifen; die leistungsorientierten Relevanzkriterien kann dort sofort abschaffen, wo sie sich eh nur über die Außensicht definieren. In allen anderen Fällen kann dies nach und nach geschehen, wenn die Artikelbestände an die sich hieraus ergebende Quellenpflicht angepasst sind.

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